Was ein ETF ist und wie dieser funktioniert haben wir bereits im vorherigen Artikel gelernt. Hier können Sie sich den Artikel zu ETFs nochmal ansehen.
Neben der Replikationsmethode unterscheidet man bei ETFs weiterhin zwischen einem thesaurierenden und ausschüttenden ETFs. Was der Unterschied ist und worauf Sie als Anleger achten müssen, schauen wir uns in diesem Beitrag an.
Als Investor haben Sie prinzipiell die Möglichkeit sich zwischen einem thesaurierenden oder ausschüttenden ETF zu entscheiden. Bei der Auswahl kommt es vor allen Dingen darauf an, wie Ihre Anlegerstrategie ist. Der wesentliche Unterschied zwischen einem thesaurierenden und ausschüttenden ETF ist nämlich die Verwendung der Renditen aus dem ETF.

Ausschüttende ETFs
Es gibt Anleger, die sich aus Ihren Investition, bspw. aus einen ETF-Sparplan, regelmäßige Erträge sprich “Ausschüttungen” wünschen. Wenn Sie Immobilieninvestor sind, dann tun Sie genau das. Sie bekommen aus Ihren Kapitalanlagen (=Immobilien) Monat für Monat Ihre Mieterträge, also einen regelmäßigen Ertrag aus Ihrer Investition.
Es gibt ETFs, ausschüttende, die genau das tun und zwar automatisch. Bei den regelmäßigen Ausschüttungen handelt es sich in der Regel um Dividenden (=Gewinnbeteiligungen) oder Zinserträge.
Dividendenerträge aus einem Index-ETF
Erinnern Sie sich, wir hatten im vorherigen Beitrag gelernt, dass ein ETF einen ganzen Index abbilden kann. Die im Index enthaltenen Aktiengesellschaften können also Gewinnbeteiligungen (=Dividenden) an Ihre Aktionäre ausschütten. Da Sie über einen physisch replizierenden ETF bspw. prozentual betrachtet auch Miteigentümer an diesen Aktiengesellschaften sind, steht Ihnen auch eine Gewinnbeteiligung zu.
Bei ausschüttenden ETFs kümmert sich der ETF-Anbieter also um die Ausschüttung Ihrer Gewinnbeteiligungen. Der ETF-Anbieter schüttet also in regelmäßigen Zeitabständen die Gewinnbeteiligungen automatisch an die ETF-Anleger aus.

Thesaurierende ETFs
Neben den ausschüttenden gibt es auch thesaurierende ETFs. Bei einem thesaurierenden ETF werden die Erträge aus Gewinnbeteiligungen (=Dividenden) bspw. automatisch in den ETF reinvestiert. Der ETF-Anbieter investiert die Ihnen zustehenden Erträge also ganz von alleine für Sie in Ihren ETF. Sie müssen sich als Anleger also keine Gedanken darüber machen, wie die Erträge investiert werden.
Die Macht des Zinseszins bei thesaurierenden ETFs
Der Vorteil von thesaurierenden ETFs ist, dass Sie durch die Reinvestierung Ihrer Erträge den Zinseszins-Effekt für Ihren Vermögensaufbau nutzen können. Außerdem entstehen Ihnen durch die Wiederanlegung Ihrer Erträge keinen zusätzlichen Kosten, wie es der Fall wäre, wenn Sie selbst die Erträge investieren müssten.
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[…] ETFs profitierst man vom sogenannten Zinseszins-Effekt. Da Dividenden direkt wieder in den ETF einfließen, vermehrt sich das Geld. Dadurch erzielen die Zinsen eine höhere Rendite, wodurch man […]