ETF: Welche Kosten beachten?

Wir haben im vorangegangen Abschnitt gelernt was ETFs sind und welche Vorteile sich zum passiven Investieren anbieten. Hier können Sie sich den Beitrag nochmal anschauen. In diesem Beitrag werden wir uns anschauen, welche Kosten bei ETFs es zu beachten gilt.

ETFs gelten im Vergleich zu klassischen Investmentfonds als sehr kosteneffizient. Das liegt vor allen Dingen daran, dass ETFs nicht von einem Fondmanager aktiv verwaltet werden. Hier hatten wir uns den Unterschied von klassischen Investmentfonds und ETFs angeschaut. Trotzdem gibt es auch bei der passiven Anlagestrategie in ETF-Sparpläne Kosten. Die Kosten für einen ETF-Sparplan werden wir uns im nachfolgenden Beitrag näher ansehen. 

TER: Kostenkennzahl ETF

Die TER engl. “Total Expense Ratio” zu dt. Gesamtkostenquote gibt an, wie hoch die jährlichen Kosten eines ETFs sind. Die TER wird dabei immer in Prozent angegeben. In der Regel liegt die TER bei Aktien-ETFs zwischen 0,1% – 0,5% vom jährlichen Anlagevolumen. Bei dieser Kostenart handelt es sich um den Verwaltungsaufwand den der ETF-Anbieter hat. Sie müssen bedenken, dass Transaktionskosten in der TER nicht enthalten sind. Sie bekommen die TER aus dem Produktinformationsblatt (=FactSheet) des ETF-Anbieters. 

Welche Kosten sind in der TER enthalten und welche nicht?

  • enthaltene Kosten: 

    • Kosten für Verwaltungsaufwand

    • Aufbewahrungskosten für Depotbank

    • Lizenzgebühren für den Referenzindex

    • Kosten für Vertrieb und Vermarktung

  • nicht enthaltene Kosten:

    • Swap-Gebühren bei synthetischen ETFs

    • Kosten durch Geld-Brief-Spanne (=Spreads)

    • Aufwandskosten für Rebalancing (=Neugewichtung Portfolio)

    • Kosten für Wertpapierleiherträge

Das sollten Sie als Anleger in ETFs über die Gesamtkostenquote TER wissen

Die Kostenkennzahl TER ist nur ein Teil der internen Kosten eines ETF-Investments. Die Kennziffer bezieht sich dabei immer in Prozent auf die jährliche Anlagesumme. Physische ETFs weisen in der Regel eine höhere TER auf, da die Anschaffung der Wertpapiere mit einem höheren Aufwand zusammenhängt. Durchschnittlich liegt die TER bei ETFs zwischen 0,1% – 0,5%.

Mit der Kostenkennziffer TER sind nicht alle Kosten eines ETF-Investments abgedeckt. Kosten beim Ordern (Kaufen/Verkaufen) werden nicht berücksichtigt. Ebenso sind Kosten für eine regelmäßige Sparplanausführung nicht in der TER enthalten. Die Kosten für das Ordnern und die Sparplanausführung entstehen bei Ihrer Depotbank und können somit sehr unterschiedlich ausfallen. 

Ein ETF-Investment mit einer geringen TER bedeutet nicht zwangsläufig, das die Renditeentwicklung besser ist als bei einem ETF mit einer höheren TER.

Neben der TER sollte man sich immer zwingend die “Tracking Difference” eines ETFs anschauen. Die Tracking Difference, auch Tracking Error genannt ist eine weitere Kennziffer im Umgang mit Investmentfonds. Dabei sagt die Tracking Difference aus, wie hoch die Renditeabweichung zwischen ETF und Referenzindex tatsächlich ist. 

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